Rechnungen

Mahnung schreiben: Vorlage, Fristen & Mahnstufen 2025

Eine Rechnung ist überfällig, der Kunde reagiert nicht — und jetzt? Wie du rechtlich korrekt mahnst, wie viele Stufen üblich sind und was du beim Formulieren beachten solltest, erfährst du hier.

💡 Kurz zusammengefasst Es gibt keine gesetzliche Pflicht zu mehreren Mahnstufen — üblich sind aber Zahlungserinnerung → Mahnung → letzte Mahnung, bevor du rechtliche Schritte oder Inkasso einleitest.

Wann darf ich überhaupt mahnen?

Nach § 286 BGB gerät ein Schuldner automatisch in Verzug, wenn er trotz Fälligkeit und Zugang der Rechnung nicht innerhalb von 30 Tagen zahlt — bei Verbrauchern nur, wenn du auf diese Folge in der Rechnung hingewiesen hast. Du musst also nicht zwingend eine formelle Mahnung verschicken, um Verzug auszulösen. In der Praxis lohnt sich trotzdem ein gestuftes Vorgehen: erst eine freundliche Erinnerung, dann die eigentliche Mahnung mit Gebühr.

Die 3 Mahnstufen im Überblick

StufeTonGebührTypischer Zeitpunkt
1. ZahlungserinnerungFreundlich, kein VorwurfMeist keineWenige Tage nach Fälligkeit
2. MahnungSachlich, bestimmtÜblich 2,50–5 €7–14 Tage nach Stufe 1
3. Letzte MahnungKlar, mit FristsetzungÜblich 5–10 €7–14 Tage nach Stufe 2

Reagiert der Kunde auch nach der letzten Mahnung nicht, folgt üblicherweise die Übergabe an ein Inkassobüro oder der gerichtliche Mahnbescheid.

⚠️ Mahngebühren nicht willkürlich ansetzen Die Mahngebühr muss sich am tatsächlichen Aufwand orientieren (Porto, Zeit) — überzogene Pauschalbeträge können vor Gericht gekürzt werden. Zusätzlich zur Gebühr kannst du ab Verzug Verzugszinsen berechnen (Basiszinssatz + 5 Prozentpunkte bei Verbrauchern, + 9 Prozentpunkte im B2B-Geschäft).

Kostenlose Mahnung-Vorlage

So könnte eine Mahnung der 2. Stufe aussehen:

Sehr geehrte/r [Name], wir mussten feststellen, dass unsere Rechnung Nr. [Rechnungsnummer] vom [Rechnungsdatum] über [Betrag] € bis heute nicht beglichen wurde. Wir bitten Sie, den offenen Betrag zzgl. Mahngebühr von [X] €, also insgesamt [Gesamtbetrag] €, bis zum [neue Frist] zu überweisen. Sollte Ihre Zahlung bereits unterwegs sein, betrachten Sie dieses Schreiben als gegenstandslos. Mit freundlichen Grüßen [Firmenname]

Was muss in einer Mahnung stehen?

📋 Checkliste für eine korrekte Mahnung

  • Rechnungsnummer und Rechnungsdatum
  • Ursprünglicher und ggf. neuer offener Betrag (inkl. Mahngebühr)
  • Hinweis auf die bereits überschrittene Zahlungsfrist
  • Neue, angemessene Zahlungsfrist
  • Sachlicher, nicht aggressiver Ton
  • Ab der letzten Mahnstufe: Ankündigung der nächsten Schritte (Inkasso/rechtliche Schritte)

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Häufige Fragen (FAQ)

Wann darf ich eine Mahnung schreiben?

Sobald eine Rechnung fällig ist und der Kunde nicht gezahlt hat, gerät er automatisch in Verzug — nach § 286 BGB spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung, bei Verbrauchern nur, wenn darauf hingewiesen wurde. Eine Mahnung kann aber auch schon früher als freundliche Erinnerung verschickt werden.

Wie viele Mahnungen muss ich schreiben, bevor ich Inkasso einschalte?

Gesetzlich ist keine bestimmte Anzahl an Mahnungen vorgeschrieben — rechtlich reicht theoretisch eine einzige Mahnung. In der Praxis hat sich ein dreistufiges Mahnwesen etabliert: Zahlungserinnerung, Mahnung mit Gebühr, letzte Mahnung vor Inkasso bzw. rechtlichen Schritten.

Wie hoch darf eine Mahngebühr sein?

Die Mahngebühr muss sich am tatsächlichen Aufwand orientieren. In der Praxis sind 2,50 € bis 10 € pro Stufe üblich, zusätzlich zu gesetzlichen Verzugszinsen.

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Timo Reitenbach

Co-Founder von SalesHookAI. Experte für digitale Prozesse, automatisierte Angebotserstellung und Rechnungsabwicklung für Handwerker & Kleinbetriebe.

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